Lost Reality – Roboid 371304 | Review by Nachtaktiv Mag.

Das brandneue Album der Band Lost Reality trägt den etwas ungewöhnlichen Namen „Roboid 371304“. Wenn man sich das CD Cover anschaut und sich mit der Story rund um das Album etwas näher beschäftigt, erkennt man aber sehr schnell, dass der Name sehr passend gewählt wurde. Das Album dreht sich um zwei Aliens, die aus verschiedenen Gründen auf die Menschheit losgelassen werden.

Es wird bald klar, dass Aliens und Menschen sich ähnlicher sind als vielleicht im ersten Moment gedacht. Das ist in jedem Fall eine interessante Story für ein Album, die so manche Überraschung in bringt. Auch musikalisch erwartet den Hörer die eine oder andere Überraschung. Nachdem das Intro „Contact“ verklungen ist, legen Lost Reality mit dem flotten Opener „One by one“ los. Alternative Rock? Diese Nummer ist schon arg elektronisch geprägt, aber immerhin sind einige sägende Gitarren zu hören und die machen den ohnehin schon treibenden Sound noch etwas zackiger. Schon mehr nach Rock klingt der zweite Song „S.O.S. Space“. Schlagzeug und Gitarren sind hier sehr präsent und dürfen sich in einigen Soli auch mächtig austoben. Dennoch wirkt die Nummer stellenweise etwas hektisch und kann nicht so ganz überzeugen.

Einen wahren Kracher präsentieren Lost Reality dagegen mit dem Song „Discoboy 040125“. Dieser auch als Single aus dem Album ausgekoppelte Track ist ein Ohrwurm erster Güte. Ein pumpender Beat, Synthie-Pop Sound gepaart mit den Drive eines Rocksongs und einprägsame Vocals machen diese Nummer zum absoluten Disco Hammer! Es folgt ein ungewöhnliches Zwischenspiel namens „Homage to Vega“: Grillenzirpen und Vogelgezwitscher wird unterbrochen durch Sounds eines startenden Raumschiffs, gefolgt von Explosionen, Chaos und Schreien. Als Kontrast hierzu erklingt wenig später eine langsame Gitarrenmelodie, die alles scheinbar zur Harmonie zurückführt. Wer den Film Wall-E gesehen hat, der wird hier sicher einige bekannte Bilder vor dem geistigen Auge vorbeiziehen sehen.

Mit „Roboid 371304“ folgt der Titelsong, eine langsame und getragene Nummer, die sich durch sehr weiche Vocals von Sänger Garmo auszeichnet und gegen Ende durch verzerrte Drums die schon im Song aufgebaute Spannungskurve noch weiter steigern kann. Abermals tanzbar geht es bei „Lightless box“ zu: straighter, treibender Alternative Rock mit ein wenig Elektronik hier und da. Bevor bei „The Frog Prince“ nochmal richtig das Tanzbein geschwungen werden darf, lädt „Among the stars 860306“ zum Träumen und Zurücklehnen ein. Während die CD mit dem Ontro „The world 201717“ ausklingt, kann zusammenfassend gesagt werden, dass „Roboid 371304“ ein sehr abwechslungsreiches Album ist, das mit „Discoboy 040125“ einen wahren Ohrwurm-Hit beinhaltet.

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