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Gimme Shelter – Warnemünde | Review by Uselinks

Mit Gimme Shelter gibt sich eine weitere Synthiepopband aus Good Old Germany die Ehre.

Wobei die Bezeichnung Synthiepop nicht so ganz stimmt, da Gimme Shelter die Genregrenzen nicht ganz so Eng zieht und sich auch der EBM bedient. Robert Grolms und Niko Kötzsch konnte bereits einige Konzerte, darunter sogar ein Auftritt beim 2010er WGT, bestreiten und machten zuletzt beim Nachwuchstalentwettbewerb des Sonic Seducers mit einem respektablen 4. Platz auf sich aufmerksam und konnte so wohl auch die Aufmerksamkeit des italienischen Lables „Space Race Records“ und des nicht ganz unbekannten Daniel Myer`s auf sich ziehen. Herr Myer zeichnet sich für die Produktion mitverantwortlich. Als Ausgangsposition wäre da sicherlich schlechteres denkbar.

Gleich der Opener „Homerun“, zeigt eine der Stärken des Duos. Der groovende Refrain bleibt direkt im Ohr hängen. Keine schlechte Idee, diesen Song mit einem Video via Youtube unters Volk zu bringen. Doch wie schon eingangs festgestellt sind Gimme Shelter flexibel. „Volk 3“ geht in Richtung And One während „Lead Me On“ tendenziell zu den UK Kollegen von „Mesh“ schielt. „Von Grün zu Schwarz“ hätten Melotron zu ihren Anfangstagen genauso von sich gegeben und mit „It Makes No Sound“ wiederum wendet sich der wohlmöglich größten Synthiepopband aller Zeiten, namens Depeche Mode zu. Ein wenig aus der Rolle fällt „Hans Mayer“. Hier wird exorbitant viel mit Sprachsamples gearbeitet. Es werden Zitate des Leipziger Literaturprofessors verarbeitet. Im Kontext von Songs wie „Volk3“ und „Die Wiege“ und eben „Hans Mayer“ kann man schon von politischen Inhalten sprechen, was wiederum nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Rein musikalisch ist die Sachlage aber ziemlich klar. Gimme Shelter geben mit „Warenmünde“ einen Einstand mit Ausrufezeichen zum Besten.

Für alle Fans von And One, De/Vision, Mesh und Melotron ein Blick wert. Wer gleich alle diese Bands mag, wir hier vermutlich sogar überschwänglich vom Album des Jahres sprechen.

Uselinks